Kokosöl – Warum? Darum!

Kaum ein Fitness-Koch-Blog verzichtet derzeit auf das naturbelassene Öl aus der Kokosnuss. Doch warum der Hype um das exotische Superfood? Wir haben euch alles, was ihr über das gesunde “Wunderöl” wissen solltet zusammengefasst.

Herstellung

Kokosnussöl (oder kurz “Kokosöl”) wird durch das Auspressen des Fruchtfleisches von Kokosnüssen gewonnen. Hierfür gibt es ganz unterschiedliche Verfahren auf welche wir bei den Kaufempfehlungen näher eingehen.

Je nachdem, wie das Öl hergestellt wurde, gelten andere Grundsätze, jeodch ist folgendes zu beachten:

Wird das Öl bei Zimmertemperatur gelagert, wird (je nach Hersteller und Herstellungsverfahren) cremig bis zu gänzlich flüssig.

Stellt ihr das Kokosöl jedoch in den Kühlschrank, wird es fest (in seltenen Fällen auch nur streichfähig). Entscheidet euch, für was ihr das Kokosöl verwenden wollt, und wählt daraufhin die Lagerung. Was man alles mit dem weißen Superöl anstellen kann, erfährt ihr weiter unten.

Nährwerte

Auf den ersten Blick ähnelt das Kokosöl jedem anderen herkömmlichen Öl bei den Makronährstoffen. Jedoch gibt es hier einen entscheidenden Unterschied: Die Fette vom Kokosöl bestehen zu Großteil (über 85%) aus gesättigten Fettsäuren! Was für Vorteile man dadurch hat, haben wir weiter unten unter dem Punkt “Vorteile” zusammengefasst.

Energie 3607kJ / 862kcal
Eiweiß 0g
Kohlenhydrate 0g
Fett 92,3g
– davon gesättigte Fettsäuren 86,5g
– davon Laurinfettsäure 36,8g
– einfach ungesättigte Fettsäuren 5,8g
– mehrfach ungesättigte Fettsäuren 1,8g
– Cholesterin 0mg

Vorteile

Kokosöl kann Alzheimer verringern

Die im Kokosöl befindlichen mittelkettigen Fettsäuren (MKTs) dienen als effizienter Energielieferant für unterversorgte Gehirnzellen.

Diverse Studien, die sich mit der Heilung bzw. der lindernden Wirkung gegen Alzheimer beschäftigen, haben bestätigt, dass Kokosöl nicht nur in der Prävention positive Wirkung zeigt, sondern auch den Prozess der Degeneration verlangsamen kann.

Es ist Balsam für deine Haut

Nicht nur in der Küche ist Kokosöl ein absoluter Hit. Auch als Hautcreme dient das zu 100% natürliche Öl hervorragend! Egal ob ausgetrocknete Hautpartien oder juckende Stellen: Nach nur kurzer Zeit ist der Hautreiz wie weggeblasen.

Vorbeugung gegen Krebs

Versuche im Mausmodell haben gezeigt, dass Mäuse, bei denen Krebszellen zugeführt wurden, nach dem Einsatz von Kokosöl der Wachstum dieser gestoppt werden konnte. Leider wurde noch nicht bewiesen, ob dieser Effekt auch bei Menschen auftritt – aber alleine schon die Möglichkeit, dass man Krebszellen damit hemmen kann, ist es wert, Kokosöl zu seinen “Must-Haves” zu zählen.

Es lässt dein Fett schmelzen

Du fragst dich, wie dir Fett dabei helfen kann, Körperfett zu verlieren? Ganz einfach: Kokosöl kurbelt deinen Stoffwechsel an!

Gerade bei der ketogenen Diät (ugs. Keto) gilt Kokosöl als Geheimwaffe, da der erhöhte Konsum von fettreichen Lebensmitteln oft nicht gesund ist bzw. häufig schnell das Cholesterin in die Höhe schnellen lässt. Dies ist bei Kokosöl nicht der Fall.

Bevor ihr in Erwägung zieht, eine ketogene Diät zu starten, solltet ihr euch vorher gut einlesen bzw. Empfehlen wir sogar, dass ihr euch mit einem Arzt oder Ernähungsberater absprecht, da falsch durchgeführte ketogene Diäten sich schnell negativ auf die Gesundheit (Vitaminmangel und erhöhte Cholesterinwerte) auswirken kann.

Es kurbelt die Verdauung an

Kokosöl enthält sogenannte antimikrobiellen und antimykotische Substanzen, welche Darmpilze bekämpfen und für eine ausgeglichene Darmflora sorgen. Gerade in der Diät oder kurz nach einer Ernährungsumstellung haben viele mit einer schlechten Verdauung zu kämpfen. Kokosöl kann euch dabei helfen.

Stärkung des Immunsystems

Passend zur positiven Wirkung auf die Darmflora, hat Kokosöl natürlich auf einen enormen Einfluss auf das Immunsystem. Wie bereits bekannt sein sollte, befindet sich der Großteil des Immunsystems im Darm – darum helfen die mittelkettigen Fettsäuren aus dem weißen Superfood dabei, dein Immunsystem zu stärken und dich weniger Anfällig für Bakterien und Viren zu machen.

Anwendung außerhalb der Küche

Neben den tollen Nährwerten, sowie Geschmack und der flexiblen Anwendung in der Küche (Kochen, Backen, Smoothie usw.) kann man Kokosöl auch perfekt als Pflegeprodukt verwenden.

Vergesst nicht: Kokosöl ist zu 100% natürlich – denkt also das nächste Mal nach, bevor ihr alternative Pflegeprodukte verwendet 😉

Was man beim Kauf beachten sollte

Kokosöl ist nicht gleich Kokosöl!

Wir achten immer darauf, dass das Kokosöl in seiner Herstellung kaltgepresst wurde. Das hat den einfachen Grund, dass bei der Verwendung von Hitze zur Gewinnung des Öls viele Vitamine und Nährstoffe bereits bei der Herstellung abgetötet werden.

Wird das Öl bei unter 40°C gepresst, besteht diese Gefahr nicht und das Produkt behält seine natürlichen Bestandteile.

Außerdem ist darauf zu achten, dass das Öl unbehandelt und naturbelassen – also ohne irgendwelche Zusatzstoffe ist.

Folgende Wortlaute sind auf diversen Kokosöl-Verpackungen aufzufinden – genau nach diesen solltet ihr Ausschau halten:

  • 100% reines Kokosöl
  • Kokosöl
  • Weder raffiniert, gebleicht, gehärtet oder desodoriert
  • Laurinsäuregehalt unter 50%
  • Laktose- und Glutenfrei
  • Ohne Zufuhr von Zusatzstoffen
  • Vegan
  • Direktpressung / Erste Kaltpressung
  • Rohkostqualität

Habt ihr die oben genannten Punkte beachtet, solltet ihr das notwendige Know-How dazu haben, dass ihr ohne Probleme natürliches und für unsere Gesundheit wertvolles Kokosöl mit Rohkostqualität beziehen.

Vorsicht ist auch bei dem Online-Kauf von Kokosöl geboten! Viele Onlineshops nutzen den “Hype” um das exotische Superfood aus und verkaufen Billigprodukte zu überhöhten Preisen! Achtet also beim Onlinekauf speziell darauf, dass der Shop vertrauenswürdig ist und dass die Kundenbewertungen mit euren Erwartungen übereinstimmen.

Wir empfehlen euch darum entweder den Kauf über Amazon oder direkt im Supermarkt: